Lernenden ‚Stimme‘ und Gehör bieten: «Ich merke, ob ein Lehrer an mich glaubt oder nicht.»*
Wie zeigen sich (Un)Gleichbehandlungen in der alltäglichen Interaktion mit mehrsprachigen Schüler:innen? Der Workshop richtet den Blick auf die Interaktion und die Kommunikation der (DaZ-)Lehrperson mit der Lerngemeinschaft und den einzelnen Lernenden. Anhand von erhobenen Daten und Beispielen aus dem Unterrichtsalltag wird gemeinsam über die feinen Unterschiede in der Erwartungshaltung und der sprachlichen Lernunterstützung von (DaZ-)Lehrpersonen nachgedacht.
Der Anspruch genau hinzuhören, die eigene (Kopf-)Stimme zu reflektieren und Vorstellungen und Haltungen gegenüber spezifischen Gruppen in der Schwebe halten zu können, ist Bestandteil pädagogischer Professionalität. Mehrsprachige Lernende sind keine Repräsentant:innen bestimmter Gruppen, sie lernen vielmehr Deutsch und sind eingeschränkt in den Möglichkeiten, ihr Können und Wissen zu zeigen.
- Wie äussern sich die feinen Unterschiede von Lehrpersonen im Gespräch, im Lerndialog mit mehrsprachigen Schüler:innen?
- Was bedeutet es, Sprech- und Lernvorbild zu sein?
- Wie gelingt es, dass DaZ-Lernende als Mehrsprachige anerkannt und angesprochen werden und nicht ausschliesslich als «DaZ-Kind»?
Ein zweiter Blick auf Mehrsprachigkeit und mehrsprachige Lernende lohnt sich auch für diejenigen, welche die Verantwortung für die Förderung der Zweit- (oder Dritt- oder …) -sprache haben.
Arbeitsweise
Theoriegestützte und datenbasierte Diskussion / Austausch
Zielgruppe
alle Zyklen
Leitung
Petra Hild, Dozentin PHZH, Erziehungswissenschaftlerin
Infos zur Leitung
Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Zürich, Abteilung Weiterbildung und Beratung; Engagement für Mehrsprachige und Mehrsprachigkeit mit Fokus auf HSK-Unterricht
Teilnehmer*innenzahl
Zusatzinfo
* Ben, 12 Jahre