Fremdsprachig, aus einfachen finanziellen Verhältnissen und aus einer andern Kultur = von Anfang an abgehängt?
Die neuesten Ergebnisse zur Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) zeigen schon für Zweitklässler:innen: Lediglich die Hälfte der Kinder aus armutsbetroffenen Familien erreichen die erforderlichen Grundkompetenzen. Dies insbesondere, wenn sie zu Hause nicht die Schulsprache sprechen und ihre Familiengeschichte von Migration betroffen ist.
Im Workshop betrachten wir solche Fakten und fragen uns, was «die Schule» tun kann bzw. was Lehrpersonen dazu beitragen können, dass diese Kinder nicht schon von Anfang an abgehängt werden? Denn eines weiss man: Die Schere zwischen Privilegierten und Benachteiligten weitet sich von Schuljahr zu Schuljahr.
Arbeitsweise
Theorieinputs / Praxisbeispiele / Diskussion
Zielgruppe
Zyklus 1, 2 und 3
Der Workshop richtet sich an alle pädagogisch Tätigen, die verstehen wollen, warum so oft gerade fremdsprachige Kinder ihr schulisches Potenzial nicht zeigen können – und über Gegenstrategien auf verschiedenen Ebenen nachdenken wollen.
Leitung
Melanie Hächler, Primarlehrerin / M.A. Erziehungswissenschaften UZH
Jürg Schoch, Prof. Dr. phil., Sekundarlehrer und Pädagoge
Infos zur Leitung
Melanie Hächler hat langjährige Erfahrung als Primarlehrerin an einer QUIMS-Schule und hat daneben ein Studium in Erziehungswissenschaften absolviert. Sie arbeitet in Teilzeit als Fachperson bei Allianz Chance+.
Jürg Schoch initiierte als Direktor von unterstrass.edu unter anderem die Förderprogramme «ChagALL» für begabte jugendliche Migrant:innen aus bescheidenen Verhältnissen. Er ist heute Referent, Autor und Präsident von Allianz Chance+ .