Verein Zürcher Lehrpersonen Deutsch als Zweitsprache

Workshops

1. «Es war einmal….» Quatschgeschichten, alles Quatsch?

Gerda Fäh Krismer, Kindergartenlehrperson und zertifizierte DaZ-Lehrperson

Für DaZ- Lehrpersonen der Kindergartenstufe, Teilnehmerzahl: 10/20

Vom Dialog zum Monolog mit Quatschgeschichten:
Im Workshop lernen die Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten kennen, wie man mit Kindern im Kindergarten das monologische Sprechen spielerisch aufbauen kann.
Zusammen finden wir heraus, was ihr dazu alles schon macht und lernen neue Möglichkeiten/Spielvariationen kennen. Neben einem theoretischen Input bleibt genügend Zeit, die verschiedenen Spielvariationen selber auszuprobieren.

Dieser Workshop ist am 23.10. bereits ausgebucht. Es können keine weiteren Personen aufgenommen werden.

2. Ich kann gute Texte schreiben!

Vom Entwurf bis zur Endfassung - Schreibförderung in der Sekundarschule

Mirella Bavasso, Sekundarschullehrerin und zertifizierte DaZ-Lehrperson

Für Lehrpersonen der Sekundarschule (Zyklus 3), Teilnehmerzahl: 10/22

Die Teilnehmenden lernen die Schreibförderung einer Sekundarschule kennen und wie die DaZ-SuS in die Arbeit mit Textsortenanleitungen eingeführt und mit Schreibchecklisten begleitet werden. Die Unterlagen werden den Teilnehmenden auf Wunsch zur Verfügung gestellt.

Für DaZ-SuS ist das Schreiben auf der Sekundarstufe oft mit negativen Gefühlen und Misserfolgen verbunden. Durch das Schreibförderungsprogramm werden sie in die Schreibpraxis und deren Werkzeuge (Textsortenanleitungen, Persönliche Schreibcheckliste, Kooperative Korrektur) eingeführt und erleben Erfolge beim Schreiben.

3. Kleine Wörter - grosse Wirkung

Mit Funktionswortschatz auf dem Weg zur Bildungssprache

Silvia Heinecke, Primarlehrerin und zertifizierte DaZ-Lehrerin

Für Lehrpersonen der Mittelstufe (Zyklus 2)Teilnehmerzahl: 10/20

Schüler/innen sollen sich in der Bildungssprache ausdrücken. Sie sollen berichten, beschreiben, begründen ..., bildungssprachliche Handlungen vollziehen, die Textkompetenz zwingend voraussetzen. Für Lernende mit DaZ eine doppelte Herausforderung.
Nach einem Input zur zentralen Bedeutung von Funktionswortschatz als entscheidendes Merkmal von Textkompetenz, werden wir gemeinsam unter diesem Blickwinkel entsprechende Schülerbeispiele analysieren und förderorientiert beurteilen. Zudem stelle ich euch unterrichtserprobte Möglichkeiten vor, wie Funktionswörter in kommunikativen Schreibaufgaben explizit als sprachliche Verknüpfungsmittel, verstanden, aufgebaut, automatisiert und angewendet werden können.
Eigene Unterrichtserfahrungen und Praxisbeispiele eurerseits sind herzlich willkommen

4. Sprachspiele – Ich, du, wir – Schritte auf dem Weg zur Bildungssprache

Katharina Kaufmann, Sekundarlehrerin und zertifizierte DaZ-Lehrerin

Für Lehrpersonen von der 2. bis zur 6. Klasse, Teilnehmerzahl: 10/16

In diesem Workshop erlebt ihr, wie Spiele Beziehungen unter den Spielenden aufbauen können und gleichzeitig ein bestimmtes formales Element zum Lerninhalt machen. Oder anders gesagt: Die Spielenden sprechen im Spiel situations- und beziehungsgerecht miteinander. Zudem gibt es viele Gelegenheiten, das Hör- und Leseverstehen anzuwenden.
Wenn die SuS in diesen Spielen die entsprechenden Fertigkeiten und Kompetenzen erwerben, werden sie zu Bausteinen für den Aufbau der Bildungssprache Deutsch.
In den von mir entwickelten Sprachspielen geht es um

  • ein differenziertes Verständnis von Begriffsbedeutungen
  • das differenzierte Verständnis von Verneinungen in der Antwort und im passenden Aufbau der Fragen
  • den Umgang mit der doppelten Verneinung
  • Adjektive (menschliche Charaktereigenschaften) und Verben (Verbenliste der Sprachstarken als Grundlage) pantomimisch darstellen und verbal beschreiben – Was machst du genau, wenn du trinkst? – Wie siehst du aus, wenn du eifersüchtig bist? – Was für eine Situation kannst du darstellen, um das Adjektiv arrogant zu beschreiben?
  • einen Meinungsaustausch (Nebensatz mit der Konjunktion «dass»)

Wir spielen diese Spiele an und sprechen anschliessend über ihre DaZ-Tauglichkeit, den Spielcharakter und die dafür nötigen Vorkenntnisse.

5. Videoclips zur frühkindlichen Sprachbildung

Wie können die Clips auf www.kinder-4.ch im Unterricht und im Kontakt mit Eltern genutzt werden?

Katharina Ganz und Stephan Pfäffli, beide Bildungsplanung, Bildungsdirektion Kanton Zürich

Für Lehrpersonen aller Stufen. Insbesondere geeignet für LP mit Elternkontakten (Zyklen 1, 2, 3), Teilnehmerzahl: 12/22

Die Teilnehmenden lernen das Konzept, Projekte und Weiterbildungen zur frühen Sprachbildung der Bildungsdirektion Kanton Zürich kennen. Wie kommen Kinder zur Sprache und wie können Eltern und Fachleute sie im Alltag dabei begleiten? Nebst einem Input zu Entstehung und Zielsetzung der Webseite „Lerngelegenheiten für Kinder bis 4 – Frühe Sprachbildung“ wird das Fachkonzept „Frühe Sprachbildung“ mit zentralen Leitlinien zur Unterstützung des frühkindlichen Spracherwerbs vorgestellt. Anschliessend werden ausgewählte Videoclips zu Themen wie Mehrsprachigkeit oder zum vielfältigen Gebrauch der Sprache sowie dazugehörige Materialien und Hilfsmittel präsentiert. Zum Abschluss wird in Form einer Gruppenarbeit der Frage nachgegangen, wie Lehrpersonen mithilfe dieser Videoclips das Wissen um die frühe Sprachbildung im eigenen Tätigkeitsfeld wirkungsvoll nutzen und weitertragen können. Dies umfasst auch die Frage zum Einsatz der Filme in der Elternarbeit.

6. Selber denken macht schlau - und der Spass ist garantiert!

Verena Arnold, Primarlehrperson und zertifizierte DaZ-Lehrerin Primarschule

Für Lehrpersonen der 2. und 3. Klasse, Teilnehmerzahl: 10/22

Wie kann es gelingen, bildungssprachliche Kompetenzen durch entdeckendes und lustvolles Lernen aufzubauen? Dieser Frage wird im Workshop nachgegangen, indem wir uns mit den folgenden vier Themen/Inhalten auseinandersetzen, dazu eigene Erfahrungen sammeln, mögliche Schwierigkeiten für SuS mit DaZ erkennen, um uns so für den Unterricht fit zu machen.

  • Das Kreuzworträtsel und seine Geheimnisse
  • Der Rategarten - morphosyntaktische Chunks automatisieren
  • Das Klappbuch - oder das Mehrsinnenbuch
  • Der Goldfisch - ein Sprachkünstler

7. Wort für Wort zum Matheerfolg

Kerstin Brunner, Kindergartenlehrperson und zertifizierte DaZ-Lehrperson 

Für Lehrpersonen des Zyklus 1, Teilnehmerzahl: 10/20

Damit die Kinder ihre mathematische Kompetenz ohne Einschränkung zeigen können, müssen sie VERSTEHEN.
Mit einigen Beispielen aus der Praxis zeige ich, wie Fach- und Bildungswortschatz der Mathematik im DaZ-Unterricht und Kindergarten gezielt, kindsgerecht und verspielt aufgebaut werden kann.
Anschauungsmaterial und klärende Beispiele werden den Workshopinhalt greifbar machen.
Die Teilnehmenden setzen sich mit dem Aufbau von weiterem Wortschatz der Mathematik auseinander. Das Erarbeitete wird erfasst und nach dem Workshop allen Teilnehmenden zur Verfügung stehen.

8. Mit Selbstwirksamkeit (SWE) zur Bildungssprache

Bewährte Methoden und Lernstrategien aus der Aufnahmeklasse der PS Buchs ZH

Gertrud Oberhuber, Primarlehrerin uns zertifizierte DaZ-Lehrperson

Für Lehrpersonen an Aufnahmeklassen und 2. - 6. Klasse, Teilnehmerzahl: 10/15

Die Schülerinnen und Schüler lernen während des Jahres, in dem sie die AnK (Aufnahmeklasse) besuchen dürfen, sich an anspruchsvolle Aufgaben zu wagen. Sie erleben dank meiner Individualisierung, dass sie diese bewältigen können und gewinnen nicht zuletzt deswegen immer mehr Vertrauen in ihre Fähigkeiten, was ihnen eine aktive Teilnahme am Unterricht in der Regelklasse erleichtern wird.
Der Workshop zum Aufbau der Selbstwirksamkeitserwartung vermittelt Einblicke in den Erwerb von Lernstrategien, die von Grund auf aufgebaut werden. Die Erstsprache der SuS und ihre soziokulturelle Zugehörigkeit wird vielfältig thematisiert. Des Weiteren werden folgende zielführende Strategien erläutert: das kontinuierliche Aufrechterhalten der Interaktionen mit den Schülerinnen und Schülern, die neue Sprache als Mittel zum Aufbau von (Lern-)Beziehungen in altersdurchmischten Gruppen und zu Erwachsenen sowie die wiederkehrende Selbstreflexion über das Gelernte. 

Achtung: Dieser Workshop kann nur am 13.11. durchgeführt werden. Im Oktober können keine Anmeldungen entgegengenommen werden.

9. Grammatikkompetenz als Puzzleteil der Bildungssprache

Mea Pontremoli, Sekundarlehrerin und zertifizierte DaZ-Lehrperson, KLP an einer Aufnahmeklasse Sek I; seit 1997 Sprachassistentin am Liceo Linguistico in Borgotaro Pr I

Für Lehrpersonen Zyklen 2 und 3 (ab 4. Klasse), Teilnehmerzahl: 8/15

Grammatikkompetenz schliesst aus, in die sprachliche Sackgasse zu geraten. Sie ist Teil der Bildungssprache, die ihrerseits vorausgesetzt wird, um in der Deutschschweiz eine Lehrstelle zu finden.
Mit den "Die, der, DaZ Lernhilfen" zeige ich eine Möglichkeit auf, wie wir optimal die kurze Zeit, die uns zur Verfügung steht, nützen können, um nachhaltig und gezielt Grammatikkenntnisse aufzubauen und zu sichern.

Auf der Website www.vzldaz.ch ist das Lehrmittel beschrieben.

Achtung: Dieser Workshop wird nur am 23.10. durchgeführt! Im November können keine Anmeldungen entgegengenommen werden.

 

10. Entlang ist nicht neben, obwohl nicht trotzdem

Ohne Funktionswörter kein Reden und Schreiben in der Bildungssprache

Brigitte Hirt, Primarlehrerin und zertifizierte DaZ-Lehrperson

Für Lehrpersonen der Unter- u. Mittelstufe, Teilnehmerzahl: 10/25

Der Workshop richtet sich an DaZ-Lehrpersonen, die dieser wichtigen, im DaZ Unterricht jedoch unterschätzten Wortgruppe mehr Gewicht geben wollen. Die Arbeit an Funktionswörtern lässt die spezifische Bedeutung von Aussagen erschliessen. Neben den Nomen, Verben und Adjektiven sind es oft diese kleinen, unscheinbaren Wörtchen, welche den Schülerinnen und Schülern Probleme bereiten, weil sie diese nicht ganz richtig verstehen.
Mittels einer von mir mehrfach erprobten Lektionsreihe zeige ich, wie Verständnis und Gebrauch der Funktionswörter gezielt, lustvoll und schülerorientiert aufgebaut werden können.

11. Abweichende Aussprache – ein Stolperstein auf dem Weg zur Bildungssprache?

Ursula Bänninger,  dipl. Logopädin

Für Lehrpersonen aller Stufen (Zyklen 1, 2, 3), Teilnehmerzahl: 8/22

Beim Erwerb einer Fremdsprache liegt der Fokus normalerweise auf dem Erwerb von Wortschatz und morphologisch-syntaktischen Elementen, um sich die Mittel für die Kommunikation und den Zugang zum Lesen und Schreiben zu erschliessen.
Was aber ist mit den prosodischen Merkmalen (Betonung, Rhythmus und Intonation) und der korrekten Aussprache der neuen Sprache?
Wir gehen im Workshop der Frage nach, ob und wie die genannten Elemente einen Einfluss auf den Zugang zur Bildungssprache haben und wie sie im DaZ-Unterricht gefördert werden können.
Leitend ist dabei die Hypothese, dass Menschen, die eine Sprache prosodisch oder auch (nur) phonetisch normabweichend benützen, ein Handicap beim Sprechen einer Sprache haben. Das kann sich auch als Stolperstein auf dem Weg zum Erwerb der Bildungssprache auswirken.
Ziel ist, den TN einen Einblick in die Prosodie und die phonetisch-phonologischen Gegebenheiten der deutschen Sprache zu geben und praktisch zu erarbeiten, wie die Pflege der Aussprache im DaZ-Unterricht eingebaut werden kann.
Beispiele aus der Praxis der TN sind willkommen.

Achtung: Dieser Workshop wird nur am 23.10. durchgeführt. Im November können keine Anmeldungen entgegengenommen werden.

12. Bildungssprachliche Förderung der Schüler/innen in ihren Erstsprachen

Wie können Lehrpersonen Eltern mit Migrationserfahrung fürs Erzählen, Erklären, Meinungen äussern sensibilisieren?

Zeliha Aktas, Dozentin PH Zürich

Für Lehrpersonen aller Stufen (Zyklen 1, 2, 3), Teilnehmerzahl: 10/22

Kinder mit einer anderen Erstsprache als Deutsch, die in Mittelschichtfamilien aufwachsen, tun sich mit der Bildungssprache deshalb viel weniger schwer, weil sie diese in ihrer Erstsprache als Sprachvorbild hören, verstehen und selbst sprechen.
Es ist in der Diskussion um den Schulerfolg von zwei- und mehrsprachigen Schülerinnen und Schülern eher ein neuer Gedanke:
Sozio-ökonomisch benachteiligte Eltern könnten dafür sensibilisiert werden, ihre Sprache in der Familie und mit ihren Kindern verstärkt als Erzähl-, Debattier- und Meinungssprache einzusetzen. Ist das eine Utopie? Mit der echten Anerkennung der Bedeutung der Erstsprache seitens der Schulakteure kann eine Sensibilisierung in diesem Sinn angegangen werden. Es würde diese Eltern ermutigen, wenn sie verstehen könnten, wie gross dieser Beitrag für den Erfolg in der Schweizer Schule wäre.
Die Teilnehmenden des Workshops erhalten Ideen und Tipps, wie sie Eltern mit Migrationserfahrung dafür sensibilisieren könnten. Zudem erfahren sie, welchen Beitrag der Unterricht in der heimatlichen Sprache und Kultur (HSK) in diesem Bereich leistet.

13. Robuste Wortschatzarbeit – Bildungswortschatz anhand von Lesetexten/Bilderbüchern aufbauen

Katja Schlatter/Yvonne Tucholski, Dozierende Deutsch als Zweitsprache, PH Zürich

Für Lehrpersonen aller Stufen (Zyklen 1,2,3), Teilnehmerzahl: 10/20

Bildungswortschatz ist das Werkzeug, um sich über schulische Inhalte austauschen und darüber nachdenken zu können. In jedem Text, der in der Schule (vor-)gelesen wird, treten solche bildungssprachlichen Wörter auf. Wird keine besondere Aufmerksamkeit darauf gelenkt, besteht die Gefahr, dass sie nicht genau verstanden oder gar nicht wahrgenommen werden. Die aktive Auseinandersetzung mit ausgewählten bildungssprachlichen Wörtern unterstützt deren längerfristige Speicherung.
Im Workshop wird ein didaktisches Vorgehen gezeigt, eine Auswahl bildungssprachlich relevanter Wörter aus Lesetexten oder Bilderbüchern zu treffen und diese mit verschiedenen Aktivitäten nachhaltig aufzubauen.
Auftrag: Die Teilnehmenden bringen einen literarischen Lesetext, den sie in nächster Zeit im eigenen Unterricht lesen oder ein Bilderbuch, das sie vorlesen werden, in den Workshop mit.