Ideen für den DaZ-Unterricht
Das Mini-Konjunktionsprisma
Ein Schlüssel- oder Rucksackanhänger als Gedankenstütze von Mea Pontremoli. Damit sind alle Satzstrukturen mit Konjunktionen als Begleiter immer mit dabei und im Alltag integriert. Im Zweifel kann man einfach nachschauen.

Mea Pontremoli wird nicht müde, sich praxisnahe Ideen einfallen zu lassen, wie Knacknüsse der deutschen Grammatik nachhaltig gelernt und im Zweifel schnell nachgeschaut werden können. Diesmal geht es um Konjunktionen. Da diese in drei unterschiedlichen Satzstrukturen vorkommen, bot sich ihr die Form eines dreiseitigen Prismas an. Nun hat sie eine Auflage Mini-Konjunktionsprismen in 3D drucken lassen und beschriftet. Die Farbkreise korrespondieren mit denen im bewährten Satzbaubüchlein. Die Prismen sind ab sofort im Lehrmittel-Shop der PHZH für CHF 5.50 einzeln erhältlich, oder für CHF 25 im Fünferpack.
Lassen wir Mea selbst zu Wort kommen:
«Als ich DaZ zu unterrichten begann, fiel es mir schwer zu erklären, warum das Verb manchmal an zweiter Stelle, manchmal an erster Stelle oder gar an letzter Stelle platziert werden muss. Und ich bemerkte schnell, dass dies ein enormer Stolperstein für unsere Lernenden ist. Da erstellte ich den Rahmen mit dem Strukturbüchlein und, um zusammengesetzte Sätze richtig zu lehren, erfand ich das Konjunktionsprisma.

Als Schlüsselanhänger immer dabei
Schön gross vor der Klasse war es beim mündlichen Unterricht immer bereit, um die Erklärung zu liefern. Das genügte nicht und ich bastelte mit meiner Klasse einen prismenförmigen Stifthalter, der vor der Nase platziert wurde. Ähnlich wie bei den Artikeln gibt es keine strenge Logik. Es muss von uns erklärt und von der Aufnahmeklasse gelernt werden. Gute Schülerinnen und Schüler stolpern oft über das "und, oder, aber, sondern, denn" wenn sie endlich in der Anwendung der Inversion sattelfest sind. Kein Wunder, wenn einem da nicht genau die Regeln erklärt werden, ist, was für Muttersprachler automatisch ist, einfach ein Labyrinth, Urwald, Fragezeichen.
Jetzt habe ich das Konjunktionsprisma im Kleinformat als Schlüsselanhänger realisiert, damit alle Lernenden eines in Augennähe haben können. Mit den Konjunktionen auf den drei Seiten des Prismas ist es einfacher, zusammengesetzte Sätze richtig zu formulieren.
Es ermöglicht eine klare korrekte Vorstellung der Satzstruktur:
- "und, oder, aber, sondern, denn" vereinigt Hauptsätze, ohne deren Struktur zu verändern.
- "weil, wenn...". verlangen die Struktur des Nebensatzes (Subjekt gleich nach der Konjunktion und das konjugierte Verb vor dem Satzende).
- Hingegen erfolgt nach "deshalb, darum, also..." die Inversion (nach einer der genannten Konjunktionen folgt das konjugierte Verb und dann das Subjekt).
Stellt sich die lernende Person die Satzglieder als farbige Kreise vor, wie es im Strukturbüchlein vorgeschlagen wird, wird die korrekte Stellung der Satzglieder zu einem einfach zu erlernenden Jonglierspiel.»